Burgruine Velburg

(Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz)

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Blick vom Bergfried auf die Stadt Velburg


Lage und Zugänglichkeit


 
Tor, Bering, Turm
Die Velburg liegt über der gleichnamigen Stadt auf einer Erhebung des Oberpfälzer Jura zwischen Parsberg und Neumarkt an der A3. Man erreicht sie am besten von der gleichnamigen Autobahnausfahrt aus.
 
In der Stadt führt eine Straße bis an den Fuß des Burgberges an einen Parkplatz. Von dort aus geht es auf einem Fußweg weiter zur Burgruine.
 
 

Geschichte


 
Die Velburg im 16.Jahrhundert
1117 tauchen edelfreie Ritter in Urkunden auf, die sich nach der Velburg benennen. 1144 nennen sich dann die Grafen Gerhard und Hermann von Bergtheim nach der Burg. Sie waren eng mit den Grafen von Sulzbach, Vohburg und Hohenburg verwandt. Im Jahr 1188 erbt schließlich das österreichische Grafengeschlecht von Clamm die Herrschaft. Otto von Velburg und Clamm begleitet 1189 den Kaiser Friedrich Barbarossa auf den 3. Kreuzzug, von dem er nie zurückkehrt. Sein Sohn Ulrich stirbt 1218 auf dem fünften Kreuzzug in Ägypten.
 
Nach dem Aussterben der Grafen geht die Burg an die Wittelsbacher und wird wechselweise von oberbayerischen und pfälzischen Pflegern besetzt. Um 1450 brennt die Velburg fast vollständig ab, wird aber wieder aufgebaut. 1505 kommt sie nach dem Landshuter Erbfolgekrieg an die Linie Pfalz/Neuburg.
 
Der Herzog macht sie 1507 dem Ritter Jörg Wiesbeck zum Geschenk. Die Wiesbecken waren mit den Nothaft zu Wernberg verwandt und erbten 1509 auch ihre Burg. Sie stiften eine neue Kapellenausstattung, die heute noch in der Friedhofskapelle von Velburg zu sehen ist. In der Velburger Stadtkirche findet sich das Grabmal von Jörg Wiesbeck aus dem Jahr 1518. 1574 stirbt das Geschlecht aus und Pfalz-Neuburg wird wieder Besitzer.
 
Im 30jährigen Krieg wurde die Velburg durch die Schweden zerstört. Der Pfleger ließ danach die Dächer abtragen, die Anlage verfiel. 1790 verwendete man die Steine zum Bau der Velburger Pfarrkirche. Erst in den 80er Jahren unseres Jahrhunderts sicherten Velburger Bürger die wenigen Reste und bauten Teile der Burg wieder auf.
 
 

Zustand und Besonderheiten


 
Grundriss Velburg
Von der Anlage sind nur noch Teile des (in den 80er Jahre rekonstruierten) Bergfrieds, der Ringmauer und zweier Tore sichtbar. Auf der oben abgebildeten Zeichnung erkennt man den Zustand nach dem spätmittelalterlichen Umbau: Im Hintergrund ein Turm, der wohl ein Wohnturm oder ausgebauter Bergfried mit Dach und Erkern war. An der Nordwestecke eines spitzen Dreiecks befand sich eine ummauerte Toranlage. Die südlichen Seiten des Dreiecks wurden durch zwei Wohngebäude gebildet, an deren Außenwänden Erker und Aborterker zu erkennen sind. Heute ist von diesen Gebäuden außer einigen Mulden und Erhebungen im Boden nichts übrig geblieben, Ausgrabungen könnten jedoch noch einige verschüttete Mauerteile ans Licht bringen. Vor der Anlage soll eine Vorburg bestanden haben, die heute vielleicht von Wald überwachsen ist.
 

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*Bewertung: Wenige, größtenteils rekonstruierte Reste, aber schöner Ausblick
 
Weitere Infos unter
www.burgenwelt.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Velburg

Literatur:
Broschüre "Burgen in Ostbayern"
F.W. Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters
U. Pfistermeister: Burgen der Oberpfalz

Erstellt 1/2001, aktualisiert 11/2001.