Burgruine Ettling

(Gemeinde Pförring, Kreis Eichstätt, Oberbayern)

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Innenhof und Palasmauer


Kurzbeschreibung


 
Hist. Kartenausschnitt Appian 1568 Die Burgruine Ettling liegt auf einer künstlichen Insel in einem Quellteich des Kelsbaches. Sie ist als Kastell nahezu quadratisch angelegt. Zu sehen sind noch Teile der Ringmauer aus behauenen Bruchsteinen, die Grundmauern eines gewölbten Wohngebäudes links des Eingangs und der Burgkapelle St. Peter rechts des Eingangs. Beide Gebäude und die Lage im Weiher sind auf der historischen Karte gut erkennbar. Weil zu großen Teilen die behauenen Schalsteine der Mauern für andere Bauten entnommen wurden, sind die verbleibenden Reste heute stark mitgenommen und einsturzgefährdet. Eine Sicherung wäre dringend notwendig.

Ein edelfreies Geschlecht der Oetlinger mit dem Leitnamen Reginold ist 1145 erstmals genannt, eine Verbindung zur Burg ist nicht gesichert. Ab 1151 nennen sich die Oetlinger nach der Burg Reifenberg bei Ebermannstadt in der fränkischen Schweiz. Die Familie starb 1190 aus, als der Kreuzzug Kaiser Friedrich Barbarossas in der heutigen Türkei scheiterte. Heinrich Oettlinger, ein bayerischer Ministeriale und erster gesicherter Besitzer der Burg, ist 1248 in einer Urkunde genannt. Ab 1270 zeichnet er als Landrichter in Vohburg. Die Burg geht 1417 durch Verkauf an Hans Laiminger, 1490 durch Heirat an die Schmiechen von der nahen Burg Wackerstein. Beide Burgen gehen 1534 durch Heirat an Heimeran Notthaft zu Wernberg, der seinen Sitz in Wackerstein nimmt. Die Burg Ettling wurde wohl schon bald verlassen, spätestens aber im Dreißigjährigen Krieg zerstört und verfällt seither. Sie liegt auf Privatgelände hinter einem Bauernhof an der Burgstraße 2 versteckt. Auf Nachfrage lassen die Besitzer eine Besichtigung zu.

Grundriss


 
Grunsriss

 

Kapellennische


 
Kapellennische

 

Palasreste


 
Palasreste

 

Eingang zum Palas


 
Palasreste

 

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*Bewertung: schwer zugänglich und in schlechtem Zustand.
 
Weitere Infos unter
http://www.ettling.de/?Geschichte
http://www.notthafft.de/sitze/ettling.htm, dort auch der Grundriss von Harald Stark - vielen Dank für die Erlaubnis zur Übernahme.

Erstellt 8/2008, aktualisiert 8/2011.