Burgruine Vohburg

(Landkreis Pfaffenhofen, Oberbayern)

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Kurzbeschreibung


 
Wappen von 1477
Von der Burg nur wenige Reste, vor allem der Ringmauer und der doppelten Durchfahrt des Tors aus dem 15. Jahrundert mit dem ältesten bayerischen Wappen aus dem Jahr 1477. Links davon ein Mauerrest aus kleinen Quadern mit halbrundem Turm, auf den ein rekonstrierter Wehrgang aufgesetzt wurde. Der quadratische Wasserturm ist eine Bergfried-Rekonstruktion aus dem Jahr 1959. Grabungen haben einen großen Wohnturm neben der Kirche und einen weiteren im Zentrum nachgewiesen, außerdem Wohn- und Handwerkerhäuser. Die im Ursprung romanische Kirche 1697 neu aufgebaut. Das Pflegschloss stammt aus dem Jahr 1721.

Siedlungszeugnisse gibt es auf dem Burgberg schon ab der Bronzezeit, eine erste Burganlage existierte im 9. Jahrhundert n. Chr.. Ab dem 11. Jahrhundert war Vohburg Sitz der Grafen des Donaugaus, die wichtige Reichsämter innehatten. 1120 erbt Diepold III. die Burg, der als Markgraf von Cham/Vohburg eine fast einzigartige Machtstellung in Bayern hat und zahlreiche Ministerialen in der späteren Oberpfalz mit Burgen belehnt. 1204 stirbt Markgraf Berthold II. kinderlos, der bayerische Herzog Ludwig der Kelheimer beansprucht das Erbe mit Gewalt gegen Bertholds Verwandte in Nabburg. 1246 heiratet der letzte Staufer-König Konrad IV. auf der Burg. 1316 wird Vohburg von Ludwig dem Bayern im Kampf gegen seinen Bruder Rudolf zerstört. Das herzogliche Machtzentrum verlagert sich danach ins nahe Ingolstadt.

1414 Wiederaufbau durch Herzog Ernst von Bayern München. Sein Sohn Albrecht III. soll hier 1432 seine bürgerliche Frau Agnes Bernauer geheiratet haben, heute wird diese These allerdings bezweifelt. Endgültige Zerstörung der Vohburg 1644 im Dreißigjährigen Krieg.
 

Stich von Ertl (1687)


 

 
 
 

Originaler Mauerrest links des Tors


 

 
 
 

Tor (15./19. Jh.) und Bergfried (Rekonstruktion)


 

Tor von Innen


 

 
 
 

Pflegschloss (1721) und rekonstruierte Wehrmauer


 
Pflegschloss

 
 

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*Bewertung: nur wenig mittelalterliche Bausubstanz erhalten.
 
Weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Vohburg

Literatur:
Birgit Friedel: Vohburg, der Burgberg, in: Ingolstadt und der oberbayerische Donauraum, S. 209

Erstellt 8/2008.