Von der mittelalterlichen Burg stammt vielleicht noch der rechte, schmale Torturm aus Quadern. Der heutige Torturm wurde eher im 14. Jahrhundert gebaut. Sehenswert vor allem die romanische, dreischiffige Klosterkirche (1129) mit einem Wappenfries, der die Rittergeschlechter abbildet, die dem Kloster Güter gestiftet haben - ein Who is Who des Oberpfälzer Adels.
Kastl war ursprünglich eine Burg der mächtigen Sulzbacher. Graf Berengar II. von Sulzbach gründete auf der Burg mit seinen Verwandten, den Edelfreien Otto und Hermann von Kastl im Jahr 1103 das Benediktinerkloster St. Petrus, das in der Hirsauer Kirchenreform im Reich eine große Rolle spielte. Die Anlage hat bis heute ihr wehrhaftes Aussehen bewahrt. Blüte des Klosters bis ins 15. Jahrhundert, 1413 erfolgt sogar Erhebung zum Reichskloster. Im 16. Jahrhundert trotzdem rascher Verfall und schießlich Aufhebung 1556. Später Sitz der Jesuiten und Malteser. 1803 Säkularisation, im 20. Jahrhundert ungarisches Gymnasium, heute stehen die Gebäude leer. Ein neues Nutzungskonzept ist dringend notwendig!
Zugang
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Stich von 1690
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Früher Torturm
Später Torturm
Romanische Klosterkirche (12. Jh.)
Weitere Überbleibsel der Burg im Kloster
***Bewertung: einzigartige Klosterburg im Lauterachtal