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Schloss / Burgruine Hirschberg

Beilngries, Kreis Eichstätt, Oberbayern

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Beschreibung


 
Das barocke Schloss verfügt noch über eine spätmittelalterliche Vorburg, einen tiefen, ausgemauerten Graben und den Eingangsbereich der hochmittelalterlichen Grafenburg. Beeindruckend sind vor allem die beiden Türme aus Buckelquadern mit später aufgesetzten gotischen Treppengiebeln, heute das Wahrzeichen Hirschbergs. Vor allem der bullige rechte Torturm mit den beiden runden Ausbuchtungen an der Basis ist außergewöhnlich - eine Mischung aus Bergfried und Torturm. Der Torbau ganz rechts stammt aus einer späteren Bauphase im 14. oder 15. Jahrhundert, als der Eingang dorthin verlegt wurde - wohl weil der Durchgang im Bergfried zu schmal war.

Chounradus de Hirzperch wird im Jahr 1180 zum ersten Mal in einer Urkunde genannt. Sein Geschlecht stirbt wohl schon um 1200 aus, danach geht die Burg an die Grafen von Grögling bei Dietfurt. Diese waren in Dollnstein bei Eichstätt und Ottenberg bei Freising begütert und Stiftsvögte des Bistums Eichstätt. Erster Vertreter des Geschlechts war Hartwig de Chregelingen, der schon 1068 genannt wird. 1129 gründete Gebhard (II.) von Grögling, Bischof von Eichstätt, zusammen mit seinem Bruder Graf Ernst das nahe Kloster Plankstetten. 1188 erbten die Gröglinger einen Teil der umfangreichen Besitzungen der Grafen von Sulzbach, dazu kommen zeitweise Ländereien der Grafschaft Tirol im Pitztal, Wipptal und oberen Inntal. Ab 1205 nannte sich das Geschlecht nach ihrer neuen Burg in Hirschberg. Im 13. Jahrhundert ergaben sich aus der engen Verzahnung der Hirschberger mit dem Bistum Eichstätt immer wieder handfeste Streitigkeiten um Steuereinnahmen und Richterämter, so zum Beispiel die Belagerung der bischöflichen Burg Nassenfels 1245, bei der Graf Gebhard VI. ermordet wird. 1305 stirbt der letzte Graf Gebhard (VII.), seine Besitzungen vermacht er dem Hochstift Eichstätt. Die Bischöfe nutzen in der Folge Hirschberg als Jagdschloss und bauen es später zur barocken Residenz aus. 1632 brennen die Schweden das Schloss nieder, es wird wieder aufgebaut. Sanierung 1992, seitdem Bistumshaus.
 

Geschichte


 
Chounradus de Hirzperch wird im Jahr 1180 zum ersten Mal in einer Urkunde genannt. Sein Geschlecht stirbt wohl schon um 1200 aus, danach geht die Burg an die Grafen von Grögling bei Dietfurt. Diese waren in Dollnstein bei Eichstätt und Ottenberg bei Freising begütert und Stiftsvögte des Bistums Eichstätt. Erster Vertreter war Hartwig de Chregelingen, der schon 1068 genannt wird. 1129 gründete Gebhard (II.) von Grögling, Bischof von Eichstätt, zusammen mit seinem Bruder Graf Ernst das nahe Kloster Plankstetten. 1188 erbten die Gröglinger einen Teil der umfangreichen Besitzungen der Grafen von Sulzbach, dazu kommen zeitweise Ländereien der Grafschaft Tirol im Pitztal, Wipptal und oberen Inntal. Ab 1205 nannte sich das mächtige Geschlecht nach ihrer neuen Burg in Hirschberg. Im 13. Jahrhundert ergaben sich aus der engen Verzahnung der Hirschberger mit dem Bistum Eichstätt immer wieder handfeste Streitigkeiten um Steuereinnahmen und Richterämter, so zum Beispiel die Belagerung der bischöflichen Burg Nassenfels 1245, bei der Graf Gebhard VI. ermordet wird. 1305 stirbt der letzte Graf Gebhard (VII.), seine Besitzungen vermacht er dem Hochstift Eichstätt. Die Bischöfe nutzen in der Folge Hirschberg als Jagdschloss und bauen es später zur barocken Residenz aus. 1632 brennen die Schweden das Schloss nieder, es wird wieder aufgebaut. Sanierung 1992, seitdem Bistumshaus.
 

Grundriss und Ansicht von 1632


 


 

Eckturm mit Basis aus Buckelquadern


 

 

Graben, früheres Tor, späteres Tor


 

 

Eingangsbereich zum Schloss


 

 
 
 

Ansicht von Beilngries aus


 

 
 
 

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**Bewertung: Schloss innen nicht zu besichtigen, aber sehenswert
 
Weitere Infos:
Schloss Hirschberg bei Wikipedia
Die Grafen von Grögling bei Wikipedia

Erstellt 8/2008.