Unterelkofen, Stadt Grafing, Landkreis Ebersberg, Oberbayern
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Geschichte und Beschreibung
Schon 1040 schenkt Graf Adalbero II. von Ebersberg, der letzte seines Geschlechts, seine Burg "Ellencophan" der Benediktinerabtei Ebersberg. 1383 geht sie an die Wittelsbacher, deren verschiedene Linien sich in der Folge den Besitz streitig machen. 1447 entscheidet Bayern-Landshut den Streit für sich. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg 1506 verkauft der oberbayerische Herzog Albrecht an Wolf Lenkhofer. 1515 geht sie an Hildebrand von Kutscher, der für die Burgkapelle St. Georg einen Altar stiftet - er steht heute im Bayerischen Nationalmuseum. Von 1664 bis 1732 ist Burg Elkofen im Besitz der Grafen von Rechberg, die sie ausbauen und vor allem als Jagdschloss nutzen. Seit 1871 im Besitz der Linie Rechberg-Rothenlöwen, die noch heute dort wohnt. Eine Legende besagt, dass im Dreißigjährigen Krieg die Schweden die Burg im unwegsamen Sumpf nicht fanden und sie deshalb von der Zerstörung verschont wurde.
Der Erhaltungszustand ist im Wesentlichen noch so, wie auf dem Stich bei Wening von 1701 - in Oberbayern ist das einzigartig. Der von Sumpfland umgebene Hügel war noch bis um das Jahr 1800 von einem Wassergraben geschützt. Durch ein Tor gelangt man in die Vorburg, die auch heute noch zugänglich ist. Von dort geht es in die höher gelegene Kernburg. Ältester Teil ist der beeindruckende Bergfried mit 2,5 m Mauerstärke und einem Eingang in 18 m Höhe. Er hat ein Walmdach und ist umbaut von spätmittelalterlichen und neueren Gebäuden. Hinter dem Turm der Palas, ebenfalls mit Walmdach, der aus dem 14. oder 15. Jahrundert stammen dürfte.