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Burg Trausnitz / Landshut
(Niederbayern)
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Beschreibung und Geschichte
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Die riesige Burg ist in einem einzigartigen Erhaltungszustand und gibt ein beeindruckendes Bild einer Herzogs-Residenz der Spätgotik und Renaissance. Mittelalterlich sind in erster Linie der Wittelsbacherturm, ein trapezförmiger Wohnturm aus Backsteinen mit neuzeitlicher Turmhaube, außerdem die romanische Kapelle und der "Alte Dürnitz", ein beheizbarer Saal mit charakteristischem Kreuzrippengewölbe. Diese Gebäude stammen alle aus der Gründungszeit der Burg nach 1200. Im 15. und 16. Jahrhundert bauen die Wittelsbacher Herzöge Landshut zu einem prächtigen Herrschersitz aus, der mit Malereien, Möbeln, Teppichen und prunkvollen Zubauten ausgestattet den Machtanspruch der Besitzer eindrucksvoll wiederspiegelt. Eine ausführliche Beschreibung würde den Rahmen sprengen.
Die Gründung Landshuts um 1200 ist fast eine Wiederholung der Gründungsgeschichte Münchens. Ein Isarübergang unter Kontrolle des Regensburger Bischofs war dem mächtigen Bayern-Herzog Ludwig dem Kelheimer ein Dorn im Auge. Er zerstörte den Übergang, baute nahebei einen neuen und sicherte ihn mit einer Burg. Wenig später einigt er sich mit dem Bischof, dass dieser seinen Übergang nicht wieder aufbaut und Ludwig dafür auf seine Burg Heilsberg bei Regensburg verzichtet. Landshut wurde in der Folge zu einem wichtigen Machtzentren der Wittelsbacher. Nach der Landesteilung im Jahr 1255 wählt Ludwigs Enkel Heinrich XIII. Landshut als Regierungssitz seines Herzogtums Niederbayern.
Die eigentliche Blüte und ein reger Ausbau beginnt mit dem 15. Jahrhundert und den drei "reichen" Herzögen von Bayern-Landshut: Heinrich, Ludwig und Georg. Dessen prunkvolle Hochzeit mit der polnischen Königstochter Jadwiga im Jahr 1475 wird bis heute alle vier Jahre mit einem riesigen Mittelalterfest gefeiert - der Landshuter Hochzeit. Nachdem Georg 1503 ohne männlichen Nachkommen stirbt, bricht ein blutiger Krieg um das Erbe aus, bei dem sich der oberbayerische Herzog Albrecht durchsetzen kann. Landshut verliert damit seine politische Bedeutung als Herrschersitz, nimmt aber noch einmal einen letzten Aufschwung: Für den prächtigen Renaissanceausbau sorgen Statthalter Ludwig X. und Herzog Wilhelm V. in seiner Zeit als Thronanwärter. Unter anderem veranlasst Wilhelm die Ausmalung der Narrentreppe im italienischen Anbau im Stil des Florentiner Manierismus. Der Burgname "Landshut" ist mittlerweile auf die Stadt übergegangen, die Feste wird in Trausnitz umbenannt.
Ab 1600 zeigt sich der Bedeutungsverlust immer mehr, Trausnitz wird als Kaserne, Fabrik, Registratur und Lazarett genutzt. 1634 zerstören die Schweden große Teile der Vorburg - die Brache heißt heute "Schwedenwiese". Seit 1924 sorgt die Bayerische Schlösserverwaltung dafür, dass die Burg wieder in ihrem altem Glanz erstrahlt.
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Grundriss
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Wohnturm, Kapelle (nach 1200)
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Innenhof mit Renaissancearkaden
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Tor zur Hauptburg (13./16. Jh.)
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Äußeres Tor zur Vorburg
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Durchgang zur Vorburg am Hungerturm
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Gasthaus im Zwinger
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