Erste Nennungen des Orts schon im 9. Jahrhundert, als der Freisinger Bischof Atto es vom bajuwarischen Adelsgeschlecht der Fagana erwirbt. Es scheint schon eine Befestigung bestanden zu haben, die dem benachbarten Kloster Isen als Zuflucht bei den Ungarneinfällen diente. Im Jahr 1025 überlässt Bischof Egilbert die bestehende Burg als Witwensitz der Kaiserin Kunigunde, Gemahlin Heinrichs II. Ab 1300 immer wieder Verpfändungen der Burg durch die Freisinger Bischöfe. Außerdem ständige Übergriffe der Fraunberger aus der benachbarten Herrschaft Haag, die Burgrain zeitweilig besetzen, aber wieder zurückgeben müssen. Ab 1420 festungsartiger Ausbau unter den Freisinger Bischöfen Hermann und Nicodemus - Palas, Wirtschaftsgebäude und Kapelle stammen aus dieser Zeit. Ab 1600 Besetzung mit Pflegern, umfangreiche Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. 1719 noch einmal Aus- und Umbauten, unter anderem auch der Kapelle.1802 wird die Herrschaft endgültig aufgelöst, die Burg Sitz einer privaten Ökonomie mit Brauerei und Ausflugsbiergarten. 1906 - 1919 Blindenheim. Heute in Privatbesitz und innen nicht zugänglich.
Bemerkenswert ist vor allem der quadratische Bergfried aus der Zeit um 1200, dem letzten Überbleibsel der mittelalterlichen Burg. Er ist aus großen Nagelfluh-Quadern erbaut und hat einen rundbogigen Eingang in 6,5 m Höhe. Die oberen Stockwerke wurden abgetragen und die Reste in ein neuzeitliches Gebäude integriert.
Historische Abbildung
Bergfried
Innenhof
Ostflügel außen
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Bewertung: Schloss mit romanischem Bergfried, innen nicht zugänglich