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Burg zu Burghausen
(Oberbayern)
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Beschreibung und Geschichte
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Burghausen ist eine Burg der Superlative: mit 6 aufeinanderfolgenden Burghöfen, die sich auf einem schmalen Bergrücken über 1043m hinziehen, gilt sie als längste Burg der Welt. Darüber hinaus ist sie einzigartig in ihrer Erhaltung und eine der schönsten und wichtigsten Burgen Deutschlands. Die mittelalterliche Kernburg versteckt sich hinter einem Zwinger und einer hohen Schildmauer, die links mit einem halbrunden Turm abschließt. Er wurde 1482 für den eingestürzen Bergfried errichtet. Über der 3 m starken Schildmauer ist ein vorspringender hölzerner Wehrgang vollständig erhalten. Dahinter der Burghof mit Dürnitz (einem Hallenbau), der frühgotischen Kapelle und der Kemenate. Ganz hinten der Palas, der in seinem untersten Stockwerk eine schöne gewölbte Küche und darüber die persönlichen Räume des Herzogs beherbergt. Die riesige Anlage beherbergt unzählige weitere Torbauten, Kapellen, Nutz- und Wohnbauten.
1025 wird Burghausen als Königsgut zum ersten mal erwähnt. Ab 1027 taucht mit Ulrich I. auch ein zugehöriges Grafengeschlecht auf, das die Güter für den König verwaltet und Maut einnimmt. Eine erste Burg ist in dieser Zeit zu vermuten und mittlerweile auch archäologisch nachgewiesen. 1164 stirbt dieses Grafengeschlecht aus und die bayerischen Herzöge können das Erbe antreten.
Erst mit der bayerischen Landesteilung von 1255 zwischen Ludwig II. dem Strengen und seinem Bruder Heinrich XIII. gewinnt Burghausen an Bedeutung. Heinrich wählt Burghausen als zweite Residenz seines neuen Herzogtums - neben Landshut. Alle heute sichtbaren Bauten der Kernburg gehen auf seine rege Bautätigkeit zurück.
Ludwig der Bayer bestimmt 1333 Burghausen zum alleinigen Salzumschlagplatz aus Hallein - und legt damit den Grundstock für den Reichtum der Stadt und ihrer Burg, die immer weiter ausgebaut und befestigt wird. Im 15. Jahrhundert bauen die drei "reichen" Herzöge von Bayern-Landshut Heinrich, Ludwig und Georg die Burg zu ihrem Familiensitz aus - hier residieren ihre Ehefrauen, hier werden ihre Kinder erzogen. Und hier lagern ihre legendären Reichtümer, angeblich über eine Million Gulden, was damals im europäischen Vergleich eine schier unvorstellbare Summe war. Da aber Georg keinen männlichen Erben hat, bricht nach seinem Tod 1503 der Landshuter Erbfolgekrieg aus, der die Reichtümer zu großen Teilen verschlingt. Danach verlor die Burg an Bedeutung und diente in erster Linie als Grenzfestung, Garnison und Rentamt, wurde aber in Stand gehalten. Seit 1949 sorgt die Bayerische Schlösserverwaltung für den Unterhalt der Burg und das sehenswerte Burgmuseum mit vielen originalen Ausstattungsstücken.
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Grundriss
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Hauptburg
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Innenhof
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Palas: Herzogsstube
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Palas: Küche
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Kapelle
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Georgstor
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Hedwigskapelle
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Blick vom Palas
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