Wenige Kilometer westlich von Neunburg vorm Wald liegt die Burg Pettendorf im Tal der Schwarzach direkt an der Straße. Sie ist in Privatbesitz und nicht für Besucher zugänglich.
Geschichte
Erbaut wurde Burg Pettendorf im 15. Jahrhundert durch die Pettendorfer. Ulrich von Pettendorf war ab 1402 Abt des bedeutenden Klosters St. Emmeram in Regensburg. Andere Zweige der Familie sollen unter dem Namen "Bettendorf" in der Pfalz zu finden sein.
Die Oberpfälzer Linie stirbt um 1500 aus, 1507 wird Ruprecht Uttinger als Besitzer der Oberpfälzer Burg genannt. Danach ständiger Wechsel. Die Ringmauer wird 1850 abgebrochen, der Turm selbst in den 1970er Jahren saniert - leider anscheinend nicht besonders fachgerecht.
Beschreibung
Der früher alleinstehende, viergeschossige Wohnturm von Pettendorf stellt eine Übergangsform zum später beliebten Weiherhaus dar - ein Wasserschloss für Kleinadelige des 16. und 17. Jahrhunderts. Der Zweck als Wehrbau tritt hier schon deutlich zurück. Der spitzbogige Eingang liegt nur noch leicht erhöht im Erdgeschoss. Dieses besitzt wie das Untergeschoss ein Tonnengewölbe. Der spätgotische Kapellenerker im zweiten Obergeschoss ist aus Sandsteinquadern erbaut und sitzt auf drei Granitkonsolen, die durch Wappen verziert sind. Die späte Erbauungszeit deutlich ablesen: Das Maßwerk des Erkerfensters und das Netzrippengewölbe im Innenraum zeigen sätgotische Formen. Sonstige mittelalterliche Gebäude und Mauern sind nicht mehr zu finden.
Nicht weit von Pettendorf liegt des Schloss von Neunburg und die Burg von Zangenstein.
Spätgotischer Kapellenerker
Reste des Weihergrabens
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*Bewertung: nicht zugänglich
Literatur: Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Bayern V, S. 383 Wikipedia: "Bettendorff"