Burgruine Neueglofsheim / Schloss Haus

(Gemeinde Thalmassing, Landkreis Regensburg, Oberpfalz)

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Kurzbeschreibung


 
Hinter dem großen Renaissanceschloss mit zahlreichen Wirtschaftsgebäuden befindet sich die Reste einer Burg, von der im Wesentlichen nur noch der 22m hohe Bergfried aus bearbeiteten Bruchsteinen mit kleinen Eckquadern existiert. Der Mauersockel um den Bergfried zeigt die rechteckige Ringmauer der Kernburg an, die eine Fläche von nur etwa 30 x 20 m umschloss und eine beeindruckende Höhe hatte (siehe Stich von Wening). Davor ein komplexes Grabensystem mit vorgelagertem Wall. Auf dem Gelände des heutigen Schlosses befanden sich sicher noch weitere Bauten. Die Anlage ist in Privatbesitz und nicht zugänglich.

Die Burg wurde von den Eglofsheimern im 13. Jh. gebaut, erste Nennung 1314 bei einer Güterteilung zwischen den Brüdern Sighard, Karl und ihrem Vetter Egloff. Sie waren Ministerialen des Regensburger Bischofs mit Sitz in Alteglofsheim (mehr dazu dort). Ihre Burg in Neueglofsheim hatten sie aber als Eigengut inne. 1366 erbt Albrecht Nothafft die Burg, dann unter böhmischer Hoheit an Wilhelm Fraunberger und später an die bayerischen Herzöge. 1630 kauft das Kloster Karthaus Prüll und baut 1680 ein neues Schloss, seit 1803 bei der Familie Thurn und Taxis.
 
 
 

Stich von Wening


 
Stich von Wening um 1700

 
 
 

Reste der mittelalterlichen Burg


 
Burgrest


 
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Bergfried


 
Bergfried

 
 
 

Schloss von Westen


 
Schloss

 
 

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*Bewertung: schönes Schloss, leider in Privatbesitz.
 
Wening-Stich:© Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern, 2008

Literatur:
Andreas Boos: Burgen im Süden der Oberpfalz, S. 379 ff

Erstellt 8/2008.