Gemeinde Saldenburg, Landkreis Freyung-Grafenau, Niederbayern
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Kurzbeschreibung
Eine spätmittelalterliche Kleinburg auf einer spornartigen Erhebung zum Tal der Ilz, die durch einen Halsgraben vom Plateau abgetrennt ist. Mauerreste heute vor allem von der westlichen Ringmauer und dem Wohngebäude im Süden. Vom achteckigen Bergfried und vom Torturm ist nicht mehr viel zu sehen.
Schweiker II. Tuschl zu Söldenau (bei Ortenburg) bekam von Ludwig dem Bayern 1347 den Auftrag, eine Mühle und einen Grenzübergang im Grenzgebiet zum Passauer Hochstift zu überwachen. Für diesen Zweck errichtete er direkt an der Ilz die Burg Dießenstein. 1368 errichtete sein Sohn Heinrich die nahe Saldenburg. Ein paar Jahre später müssen die Tuschl Diessenstein wegen überbordender Schulden an die Fraunberger verkaufen, die sie an Bayern weitergeben. Danach fristet die Burg ein Dasein als unbedeutender Pflegersitz. 1742 wird sie im Österreichischen Erbfolgekrieg durch den Pandurenführer Trenck zerstört.