Burgruine Brunneck

Gemeinde Titting, Landkreis Eichstätt, Oberbayern

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Beschreibung und Geschichte


 
Grundriss
Von der Hochebene ist das Burgareal durch einen graden, tiefen Halsgraben abgesetzt. Eine rechwinklige Schildmauer schirmt Brunneck vom höheren Gelände ab. Sie ist aus Bruchsteinen gebaut und etwa 1,5 m stark. An der Ecke fehlen Steine, vielleicht Eckquader, die zum Bau von Häusern entnommen wurden. Der Zugang erfolgt über ein zwingerartig aufgemauertes Areal im Süden, der sanierte, einfache Eingang war links und weiter rechts durch Schießscharten geschützt. Ein Mauerrücksprung zeigt einen früher vorhandenen Wehrgang über dem Tor an. Bemerkenswert ist der Abschluss der Schildmauer nach Norden: ein vorspringender halbrunder Turm mit rechteckigem Innenraum.

Von der dünnen Mauer auf der Hangseite und den Innenmauern fast keine Reste, die Nordmauer mit einer großen Lücke in der Mitte. Der Hof im Osten markiert eine früheres Burggut in der Vorburg.

Wappen der Heidecker
Brunneck, nach einer Quelle am Bergfuß benannt, wurde erst Ende des 14. Jahrhunderts als neues lokales Machtzentrum der Herren von Heideck gegründet. Die hatten ihren Sitz im 12. Jahrhundert im nahen Erlingshofen. Aber schon 1413 verkaufte Johann II. von Heideck an den Bischof von Eichstätt, der die Burg ausbaute und mit Pflegern besetzte. 1525 wurde Brunneck im Bauernkrieg vom Mässiner Haufen zerstört, 1544 wird der Amtsitz ins nahe Titting verlegt. Zuerst noch vom Förster bewohnt, verfällt die Burg schnell und wird endgültig aufgegeben.
 

Tor, Schildmauer von innen


 
Grundriss

 
 
 

Mauer mit Tor von außen


 


 
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Nordmauer und Turmvorsprung


 

 
 
 

Scharte, Turmvorsprung


 

 
 
 

Hof in der Vorburg, Anlautertal


 

 
 
 

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**Bewertung: schön gelegen, interessant.
 
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Brunneck
http://www.altmuehltal.de/titting/brunneck.htm

Literatur:
F. W. Krahe, Burgen des deutschen Mittelalters, S. 158 (fälschlicherweise unter dem Stichwort "Ebenried")

Erstellt 4/2009.